Kosten und Ernte teilen – feldfrisches Gemüse genießen

Solawi (Solidarische Landwirtschaft) oder Gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft bedeutet, Verbraucher*innen übernehmen die Kosten für Mitarbeiter*innen, Anbau und Betrieb. Dafür erhalten sie die Ernte und teilen sie unter allen Mitgliedern auf. Mehr dazu: Das Konzept der solidarischen Landwirtschaft

Ganz nah am eigenen Gemüse – vom Samen bis zum Kochtopf

Viele von uns möchten genau wissen, wo ihr Gemüse wächst und am Anbau teilhaben. An gemeinsamen Ackertagen kann jedes Mitglied beim Gärtnern helfen. Eine Tomate, die du selbst gepflanzt oder geerntet hast, isst du mit mehr Wertschätzung. Selbst wenn du ihr nur beim Wachsen zugeschaut hast, wirst du sie anders genießen.

Feldfrische Ackerfrüchte – eine bunte Mischung

Die Vielfalt und die Menge des Gemüses, das im ersten Solawi-Jahr unsere Kisten füllte, war schon groß. Für dieses Anbaujahr sind noch mehr verschiedene Kulturen geplant. Die Vorlieben der Mitglieder werden bei der Planung berücksichtigt. Unser fleißiges Ernteteam erntet was reif ist. Egal welche Form und Farbe es hat. So wird möglichst viel verwertet. Eine Kartoffel mit kleinen Löchern oder eine krumme Möhre schmeckt ja trotzdem vorzüglich.

Die ersten Jungpflanzen werden gesetzt
Gemeinschaftlich ackern und wirtschaften

Als Genossenschaftsmitglieder sind wir Teilhaber*innen unseres Anbaubetriebs. Wir sorgen für eine solide finanzielle Basis und können uns in verschiedenen Bereichen der Solawi einbringen. Unsere unterschiedlichen Lebensentwürfe sorgen für eine lebendige Gemeinschaft. Mehr dazu: Gemeinsam ackern – als Genossenschaft

Biologische Vielfalt

Wir wirtschaften nach ökologischen Richtlinien, also ohne Pestizide und künstlichem Dünger. Durch möglichst flache Bodenbearbeitung fördern wir den Humusaufbau. Liebevoll gepflegte Blühstreifen sorgen für wertvollen Lebensraum von Nützlingen.

Aktuelles aus unserer Solawi:

Mathematik für Solawisti

Der Winter ist ja generell eine Zeit des Rück- und des Vorblicks. Das Schöne am Gemüsebau: Durch die Winterruhe der Natur ist die Arbeit auf dem Acker tatsächlich weniger umfangreich, so dass auch wirklich Zeit und Muße da ist, um die einzelnen Kulturen zu evaluieren und Pläne für die neue Saison auszuarbeiten. Für 2021 planen wir mit 100 Ernteanteilen. Was heißt das für die Fläche an Möhren, Feldsalat oder Blumenkohl?

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[Gärtnerbrief] 2020/49 – „Giftspritze im Winter?“

Nun sind die Tomaten und Paprika erfroren. Die Nächte am Wochenende waren deutlich kälter, als ich erwartet habe. Im Folientunnel habe ich am Montagfrüh -6°C gemessen – da waren die noch verbliebenen Früchte tief gefroren und geplatzt. Normalerweise kann ein solcher Folientunnel etwa 3°C in der Nacht puffern, aber es hängt natürlich immer von den jeweiligen lokalen Bedingungen ab. Die Frostnacht war so lang (es begann schon um 16 Uhr zu frieren), dass die Kälte ausreichend Zeit hatte, die verbliebene Wärme aus dem Tunnel zu verdrängen.

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